Dienstag, 17 Mai 2022 08:16

50 Jahre Trödelmarkt

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Ausstellung im Haus für Kunst und Geschichte blickt zurück auf die Anfänge – Viele Leihgaben VON PETRA NOVA Kerpen. Er war bekannt unter den Spitznamen Büb Hövel, oder auch Trödel Büb, und er konnte getrost eine schillernde Persönlichkeit genannt werden. Die Rede ist von Peter Hövel, der maßgeblich zur Entstehung des Kerpener Trödelmarktes beigetragen hatte. Am Freitagabend wurde im Haus für Kunst und Geschichte an der Stiftstraße zu Hövels Ehren eine Ausstellung anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Kerpener Trödelmarktes eröffnet. Bürgermeister Dieter Spürck erinnerte an einen „äußerst kreativen Menschen“. So hatte Hövel 1969 die Idee, zur Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung einen Trödelmarkt nach dem Vorbild der belgischen Stadt Lüttich zu organisieren. Schon der erste Trödelmarkt 1970 war ein voller Erfolg und ist es bis heute geblieben. Rene Hövel, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Kerpen (AGK) und Spross der Familie Hövel , dankte Bruno Deutzmann von der Veranstaltungsagentur Coelln-Concept für seinen leidenschaftlichen Einsatz. Deutzmann organisiert das bunte Treiben in Kerpener seit 2008. In einer bewegenden Rede schilderte Stadtarchivarin Susanne Harke-Schmidt, wie schwierig die vergangenen 33 Monate ohne allzu viele Besucher gewesen seien. Schließlich sei die große Ausstellung seit 2017 für 2020 geplant gewesen und könne nun erst jetzt präsentiert werden. Voller Freude sprach sie über die zahlreichen Leihgaben, Fotos und Informationen, die 40 Einrichtungen und Kerpener Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung gestellt haben. „Sie alle wollen damit ihre enge Verbundenheit zu ihrem Trödelmarkt zur Ausdruck bringen“, betonte die Archivarin. Besonders stolz ist sie auf die Leihgabe des Historischen Archivs der Stadt Köln. Es handelt sich dabei um eine Urkunde des Herzogs von Brabant aus dem Jahr 1251 über freien Handel zwischen Brabant und Köln. Allein der Transport dieser Leihgabe in einer Klimakiste sei aufregend gewesen. Der Fokus der Ausstellung liegt jedoch auf 50 Jahren Trödelmarktgeschichte. Ein Film über Kerpen im Jahr 1971 und Fotopräsentationen der Jahre 1994 und 2008 wecken weitere Erinnerungen. Geöffnet ist die Ausstellung bis 30. September, montags und dienstags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, 22. Mai, zum Trödelmarkt von 8 bis 17 Uhr. Am Sonntag 3. Juli, dem Tag des Stadtfestes sind Besucher von 10 bis 17 Uhr willkommen.
VON TABEA FRIEDT Kerpen. Auf Themen wie Klimawandel, Frieden, Wahlalter ab 16, bezahlbarer Wohnraum und Diskriminierung weisen Bürgerinnen und Bürger auf den bunten Zetteln hin, die an einer Werbeplakatwand Ecke Hahnenstraße/Uhlandstraße hängen. Unter dem Motto „Haltung zeigen – Meinung sagen – Demokratie stärken“ klebten Mitglieder des Vereins „hab8cht“ Statements sowie Wünsche an den am 15. Mai zu wählenden Landtag an die Plakatwand. „Zur Wahl werden sich Gedanken darüber gemacht, welche Vorstellungen und Erwartungen man an die Politiker hat. Die Leute entwickeln eine Haltung. Durch die Aktion geben wir ihnen eine Möglichkeit sich zu äußern“, sagte Michael Dierks, Mitgründer des Vereins. Der seit September offiziell eingetragene Verein, der bis dahin eine Initiative war, organisierte bereits die Aktion „Gesicht zeigen für Vielfalt“ anlässlich der Europa- und der Bundestagswahl. Dabei wurden Fotos von Menschen an die Plakatwand gehängt. Mit der neuen Idee soll nun noch mehr bewirkt werden. „Die Texte machen neugierig, da will man wissen, was draufsteht, wenn man vorbeikommt“, meinte Martin Sagel aus Kerpen. Die Statements aus der Bürgerschaft werden nicht nur an der Wand zu lesen sein, sondern zudem auf Postkarten gedruckt. „In Kneipen wollen wir die Karten auslegen und an die gewählten Landtagsabgeordneten sollen sie auch geschickt werden, um zu zeigen, dass die Leute sich Gedanken machen und eben auch Anforderungen haben“, berichtete Michael Dierks. Zudem plant der Verein eine öffentliche Veranstaltung, zu der die Abgeordneten eingeladen werden.
VON OLIVER TRIPP Lützerath. „Lützi bleibt“ so lautet die Parole vieler am Rande des Tagebaus Garzweiler. Die Worte erinnern an den Kampf der Klimaaktivisten um den Hambacher Forst unter dem Motto „Hambi bleibt“. Nach Angaben der Polizeipressestelle Aachen waren es 2000 Menschen, die am Samstag zum Demonstrationszug gekommen waren, der vom Ortsrand Immerath ins rund zwei Kilometer entfernte Lützerath ging. Ziel war die Bühne in der Einfahrt zum Hof des Landwirts Eckardt Heukamp, dessen weitläufiges Gelände längst zu einem offenen Camp für Klimaaktivisten geworden ist. Es ist nur wenige hundert Meter von der Abbaukante des Tagebaus entfernt.Zur Demonstration hatten „Alle Dörfer bleiben“, „Ende Gelände“, „Fridays for Future Deutschland“, „Greenpeace Deutschland“, „Klima Allianz Deutschland“, „Lützerath lebt!“ und die „Naturfreunde Deutschland“ aufgerufen. Internationales Anliegen Auch wenn es am Samstag um „einen lokalen Kampf um die Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze zur Klimaerwärmung in Deutschland“ gehe, machten Gäste wie Juan Pablo Gutierrez, der von den Steinkohleprotesten der Yupka in Kolumbien erzählte, oder Ilyess El Kortbi und Nox Kubar von „Fridays for Future Ukraine“, die internationale Dimension der Klimakrise deutlich, sagte Pauline Brünger in einer Pressekonferenz vor Beginn der Demo. Heukamp zeigt sich enttäuscht Mit einem freundlichen „Schön, dass ihr gekommen seid“ begrüßte auch der Hausherr der Veranstaltung, Eckard Heukamp, die Demonstranten vor der Haustür des elterlichen Hofs. Nach zehn Jahren Kampf vor den Verwaltungsgerichten Aachen und Münster, zunächst um sein Eigentum in Borschemich und jetzt um seinen Hof in Lützerath, bleibe ihm jetzt noch Zeit, seine Arbeiten bis zum 1. September dieses Jahres zu erledigen, dann erfolge die Übergabe seines Hofs an den Bergbaubetreiber. Er rechne dann auch mit einer Räumung des Camps der Klimaaktivisten. „Das Bergrecht bricht alle Bürgerrechte“, habe er vor Gericht bitter erfahren müssen, sagte Heukamp im Gespräch. Die Braunkohle habe großen Rückhalt bei den Parteien, die Politik müsse endlich für eine deutliche „rote Linie“ sorgen. Enttäuscht zeigte er sich von der Bundesregierung. Obwohl die Grünen mitregierten, tue sich zu wenig. Angesichts des Krieges in der Ukraine rechne der Landwirt sogar mit einer vorübergehende Renaissance der Braunkohle, auf lange Sicht müssten die erneuerbaren Energien schleunigst die Verstromung der Braunkohle ersetzen. Den Keyenberger Dörfern rechnete Heukamp gute Chancen auf ein Bleiben ein. Zum Abschlussbild der Demo formierten die Demonstranten ein Kreuz, das zum Symbol für die Zerstörung der Ortschaften im Zuge des Braunkohlentagebaus geworden ist. Und viele wagten einen Blick in den Tagebau dicht an der Abbaukante. Als „absolut friedlich“ bezeichnete die Polizei den Verlauf der Kohledemonstration.
Montag, 25 April 2022 09:18

Leinen los: So wird man zum Skipper

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Bootsführerschein "Binnen" für den zukünftigen Inden- u. Hambachsee erforderlich. AvdF VON BERNHARD KRIEGER (RND) Jachtsegeln verbinden viele mit Freiheit. Und es wird beliebter. Diesen Eindruck bestätigt Christiane Perlewitz vom Deutschen Segler-Verband (DSV). Die Anfragen nach Mitgliedschaften in Segelvereinen und das Interesse an Liegeplätzen hätten zugenommen, sagt sie. Auch der Gebrauchtbootmarkt war zeitweise leer gefegt. „Was noch schwimmt, wird gekauft und wieder fit gemacht“, sagen Insider. Interessenten sollten sich unabhängig beraten und das Objekt ihrer Begierde von einem Gutachter prüfen lassen. Generell sollte man sich bewusst sein: Bootseigner sein, ist kein billiger Spaß. Liegeplatz, Wartung, Versicherung und Überwinterung verschlingen schnell Tausende Euro pro Jahr. Viele Seglerinnen und Segler schließen sich deshalb zu Eignergemeinschaften zusammen, andere chartern lieber. Das Segelmagazin „Yacht“ ist voll mit Angeboten von Charterfirmen und Jachtmaklern, die Jachten von kleinen Vercharterern weltweit online anbieten. Der dritte Weg zur Charterjacht führt über große Anbieter wie Sunsail, die weltweit eigene Jachten vermieten. Die schwimmende Ferienunterkunft verursacht abgesehen von etwa Kosten für Diesel keine Ausgaben mehr, wenn gesegelt oder in Buchten geankert wird. In Marinas und in Häfen fallen Liegegebühren an. Bevor der Traum vom selbstständigen Jachtsegeln in Erfüllung gehen kann, muss man das Segeln lernen. Das heißt: Theorie büffeln und Prüfungen bestehen. Der Sportbootführerschein (SBF) ist die Eintrittskarte. Für Binnengewässer benötigt man den SBF Binnen, für das Meer den SBF See, sofern das Boot einen mehr als 15 PS starken Motor hat. Auf die Prüfungen vorbereiten kann man sich etwa in Vereinen, Segelschulen oder Onlinekursen. In der Theorieprüfung müssen 30 aus 300 möglichen Fragen im Multiple-Choice-System beantwortet werden. Schwieriger sind da schon die Navigationsaufgaben auf Seekarten. Bei der Praxisprüfung werden verschiedene Manöver abverlangt. Pflicht sind das An- und Ablegen sowie die Rettung eines über Bord gegangenen Menschen und für den SBF See noch Steuern nach Kompass und Peilen. Weitere Manöver können je nach Schein etwa Segel setzen und bergen oder kursgerechtes Aufstoppen sein. Jochen Rieker, Chefredakteur des Segelmagazins „Yacht“, rät bei der Wahl der Schule, darauf zu achten, wie viele Stunden Fahrzeit bis zur Prüfung garantiert sind. „Unserer Einschätzung nach sollten es fünf Stunden pro Person sein“, sagt er. Rein rechtlich reicht der einschließlich Prüfungsgebühren rund 500 Euro teure SBF See, um mit der eigenen Privatjacht über die Meere zu schippern. Wer ein Boot ausleihen möchte, muss jedoch bei den meisten Vercharterern den Sportküstenschifferschein (SKS) vorweisen. Dies ist der einzige international anerkannte Nachweis, dass man eine Jacht sicher führen kann. Ist auch der mit Schulung rund 500 Euro kostende SKS-Schein bestanden und für Boote mit Funkgerät zudem noch die obligatorische Funkzeugnisprüfung abgelegt, steht der großen Freiheit auf See nichts mehr im Weg.
Freitag, 08 April 2022 10:19

Seit 30 Jahren auf höchstem Niveau

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Eine festliche feier veranstaltete das Sterne-Restaurant Schloss Loersfeld, das es seit 30 Jahren gibt Kerpen. Kabarettist Mathias Richling und der renommierte Cellist Manuel Lipstein sorgten für die kulturellen Höhepunkte, bei der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Restaurants Schloss Loersfeld. Mehr als 100 Gäste waren gekommen, um mit Schlossherr Thomas Bellefontaine den runden Jahrestag zu feiern. Auch Stefanie und Maximilian von Fürstenberg waren gekommen. Ihrer Adelsfamilie gehört das Schloss, dass die Familie Bellefontaine seit Jahrzehnten gepachtet hat. „Nachdem meine Familie maßgeblich durch meinen Vater sowie Adolf von Fürstenberg das Schloss von 1990 bis 1992 restauriert hatten und das Restaurant eingerichtet war, begann ich mit einem ganz kleinen Team den Restaurantbetrieb“, berichtete Bellefontaine, der in Spa, Brüssel und Paris das Gastronomiehandwerk erlernt hatte. Eine Reihe von Meisterköchen haben seitdem auf dem Schloss gearbeitet. 1999 errang das Team erstmals einen Michelin-Stern, kürzlich konnte es ihn erneut erringen. Zudem beherbergt das Schloss die Trips-Stiftung und den Lions Club. (wm)
Montag, 06 Dezember 2021 11:00

Weihnachts-Treckerparade 2021

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Fotostrecke der Parade am 4. Dez. 2021 Fotografiert in Balkhausen Heerstrasse, am Fahrradgeschäft. Leider habe ich nicht alle der wunderschön gemückten Trecker erwischt. Vielen Dank an alle die das ermöglicht haben und so viel Arbeit in die gute Sache gesteckt haben.
Montag, 06 Dezember 2021 10:10

Landwirte bringen Hoffnung

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VON MARGRET KLOSE Rhein-Erft-Kreis. Die Freude an den Straßenrändern war groß, als am Wochenende in Erftstadt und Kerpen die Landwirte mit ihren mit Lichtern geschmückten Traktoren durch die Ortschaften rollten. Familie Westphal hatte sich schon zeitig am Samstagabend ein hübsches Plätzchen in Balkhausen gesucht. „Ich habe mich extra beeilt, bis eben war ich nämlich noch als Nikolaus unterwegs“, sagte Roswitha Westphal. Im vergangenen Jahr habe sie den Corso leider verpasst. „Und danach habe ich so viel Gutes darüber gehört, dass ich es jetzt auf gar keinen Fall verpassen wollte“, erklärte sie. Ihr Bruder, die Schwägerin und auch die Cousine teilten ihre Begeisterung. „Das ist eine ganz tolle Sache“, sagte auch Ina Westphal. Ganz besonders gut fand sie , dass die Landwirte auch durch die Flutgebiete rollten. Dort Hoffnung zu verbreiten, sei ganz besonders wichtig. Doch die guten Wünsche galten auch den Landwirten: Dieter Westphal ergänzte: „Es ist uns aber auch wichtig, Solidarität mit den Landwirten zu zeigen.“ Er sei zu einer Zeit groß geworden, als die Milch noch frisch auf dem Bauernhof in Balkhausen gekauft wurde. Auch wenige Kilometer weiter in Brüggen ging ein richtiger Jubel durch die Reihen, als nach 21 Uhr die weihnachtlich leuchtenden Traktoren endlich zu sehen und zu hören waren. An der dortigen Feuerwache hatten sich etliche Anwohner versammelt. Die Kinder konnten dort sogar die Feuerwehrautos besichtigen, bevor ihre ganze Aufmerksamkeit von den Traktoren in Beschlag genommen wurde. Wie bereits im vergangenen Jahr hatten sich die Landwirte wieder sehr viel Mühe gegeben und schon Tage und Wochen vor der Fahrt Teile ihres landwirtschaftlichen Fuhrparks aufwendig mit Lichterketten, Tannenbäumen und riesigen Nikoläusen liebevoll geschmückt. Am Sonntagabend starteten viele der Landwirte zu einer weiteren Fahrt durch die Flutgebiete in Erftstadt. Jörg Hoffsümmer aus Ahrem sagte: „Wir wollen den Betroffenen so einfach nur eine Freude machen.“ Die Ahr war ebenfalls ein Ziel der Landwirte. Und auch am heutigen Montagabend sind in Orten wie Hürth und im Vorgebirge einzelne geschmückte Traktoren unterwegs. Einige haben sogar den Nikolaus dabei, um den Kindern eine kleine Überraschung vor die Türe zu legen.
Mittwoch, 17 November 2021 16:46

Eifelverein bietet Wanderungen an

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Kerpen. Im November und Dezember bietet der Eifelverein Kerpen einige Wanderungen an. Der Treffpunkt ist immer am Rathausparkplatz. Am Freitag, 19. November, 14 Uhr, findet eine sechs Kilometer lange Seniorenwanderung „Rundweg durch den Horremer Stadtwald“ mit Einkehr statt. Wanderführerin ist Maria Schaffrath-Richartz, die unter 02237/54459 erreichbar ist. Eine 15 Kilometer Wanderung zu Neffelsee und Neffelbachauen startet am Sonntag, 21. November, 9 Uhr. Auskunft gibt Wanderführer Jakob Richartz unter 02237/54459. Am Samstag, 27. November, 9 Uhr, können Interessierte an der Wanderung „Zu den ehemaligen Mühlen im NSG Indetal“ teilnehmen. Die Strecke ist 16 Kilometer lang. Bei Fragen steht Andrea Hochgürtel-Wintz unter 02275/9190353 zur Verfügung. Der Verein bietet am Sonntag, 5. Dezember, 9 Uhr, eine 18 Kilometer lange „Rurwanderung Abenden-Heimbach-Abenden“ an. Auskunft unter 02237/54459. Eine leichte Zwölf-Kilometer-Wanderung unter dem Motto „Umsiedlung Morschenich von alt nach neu“ findet am Mittwoch, 8. Dezember, statt. Auskunft gibt Peter Knopp unter 02237/3554. (taf)
VON PETRA NOVA Kerpen-Horrem. Es war ein Abend voller Höhepunkte , Fröhlichkeit und Gänsehautmomente. Aber auch ein Abend, an dem das Wort „endlich“ immer wieder ausgesprochen und wohl auch gefühlt wurde: Der Abend der Proklamation des Horremer Dreigestirns. Nach dem langersehnten Einmarsch der KG Flotte Horremer und ihrem Prinzenführer Alfred Jager (59) zog strammen Schrittes das Reiter-Korps Jan von Werth von 1925 auf die Bühne. „Das war Balsam für unsere Seelen“, sagte der Kerpener Bürgermeister Dieter Spürck, der zunächst das alte Horremer Kinderdreigestirn verabschiedete. Prinz Nico I., Bauer Philipp und Jungfrau Joy holten sich ihren Abschiedsapplaus ab. Äußerst musikalischer Prinz Der neue Horremer Prinz Andreas Schenk (32) wollte schon mit drei Jahren Kinderprinz werden. Das wurde er zwar nie, kam aber als Fan der kölschen Mundart und der Musik über Umwege und Zufälle dann doch zum Karneval. So wurde er 2008 Kommandant der Tanzgruppe der KG Flotte Horremer. Mit seiner siebenköpfigen Band „Leev Jecke“ spielt er regelmäßig auf den legendären Puppensitzungen der KG. Bauer Heinz Clermont (55) hatte schon früh Kontakt zum Traditionskorps Jan von Werth, wurde dann Jungfrau im Schul-Dreigestirn in Gleuel und Mitbegründer des Garde-und Offizierkorps bei den Funken Rot-Weiß Hürth-Gleuel. Seit 2013 ist er bei den Flotten Horremern. Jungfrau Hans Hendelkes (74) wurde mit 37 Jahren Mitglied der Altstädter Blau-Wieß und gründete später mit weiteren Mitstreitern die Flotten Horremer. Hendelkes ist Tänzer, Vorstandsmitglied und Oberwagenbaumeister. Für ihn ist also auch mit über 70 noch lange nicht Schluss. Ihr Sessionslied „Ihr seid met dobei“ ist mit Liebe handgemacht und wurde mit der Tanzgruppe auf der Bühne unter tosendem Applaus präsentiert. Im nachfolgenden Showprogramm, moderiert vom Sitzungspräsenten Mirko Gaul, folgte ein Highlight dem anderen: Die Funky Marys rockten die Bühne, Redner Martin Schopps zog genial Corona-Bilanz mit kölschen Liedern. Das Tanzcorps der Großen Braunsfelder bewies choreografische Präzision vom Feinsten. King Size Dick und die Domstürmer begeisterten, Bauchredner Klaus Rupprecht trat mit seinem frechen Affen Willi auf. Den Abschluss bildeten die Domstädter mit ihrem Dirigenten Thomas Sieger.
Montag, 08 November 2021 19:31

Hambach ist auf dem Tiefpunkt angekommen

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Der Tiefpunkt ist erreicht – und das ist wörtlich zu nehmen. Gestern gruben die Bagger im Tagebau Hambach sich mit 411 Metern unter Geländekante auf die sogenannte „maximale Teufe“, den tiefsten Punkt der Kohlengrube zwischen Elsdorf, Kerpen und Merzenich. „Weltweit ist kein Lockergesteintagebau je tiefer gewesen“, berichtete RWE Power Vorstand Dr. Lars Kulik. In diese Tiefen konnten Bergleute bis in die 50er-Jahre nur unter Tage vordringen. Aber die 411 Meter markiere auch einen Wendepunkt. Die Braunkohlegewinnung geht zwar weiter, sie tritt aber zunehmend in den Hintergrund. Schon ab 2030 soll hier der Hambacher See entstehen.
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