Montag, 19 April 2021 18:08

Samsung schlägt zurück

Written by
Rate this item
(0 votes)

Man möchte keine Unsummen ausgeben, aber doch ein paar technische Annehmlichkeiten genießen. So dürfte es wohl der Mehrheit der Nutzer gehen. Erfreulicherweise tut sich in der Handy-Mittelklasse derzeit so einiges. Das liegt auch an chinesischen Herstellern wie Xiaomi und Oppo, die auf den Weltmarkt drängen. Schon die einstige Huawei-Tochter Honor hat längst beweisen, dass sich eine herausragende Ausstattung nicht in ebensolchen Preisen niederschlagen muss.

350 Euro für die einfachste Version

Doch Marktführer Samsung gibt sich nicht kampflos geschlagen. Das A51, gestartet mit einer Preisempfehlung ab 349 Euro und aktuell für rund 100 Euro weniger zu haben, war 2020 eines der meistverkauften Smartphones. Nun haben die Koreaner mit dem A52 nachgelegt.

In der einfachsten Version mit 128 GB Speicher und 6 GB Arbeitsspeicher kostet es aktuell knapp 350 Euro. Wer auf die zukunftssichere 5G-Variante setzt, bezahlt rund 80 Euro mehr. Da die Datentarife für den neuesten Mobilfunkstandard immer günstiger werden und der Netzausbau rasant voranschreitet, ist das eine ernsthafte Überlegung wert.

Ungewöhnlich in dieser Preisklasse ist der Staub- und Wasserschutz nach IP67. Das bedeutet, dass das Gerät etwa 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe aushält, man es aber nicht mit in den Pool oder ins Meer nehmen sollte. Beim ersten Einschalten beeindrucken jedoch vor allem die Helligkeit und Farbtiefe des 6,5-Zoll-Displays. Die Bildwiederholungsrate liegt beim 5G-Modell bei 120 Hertz, beim A52 bei immer noch überdurchschnittlichen 90 Hertz. Das wirkt sich etwa bei schnellen Bewegungen in Videos und Spielen aus, macht aber auch das Scrollen durch Webseiten merklich flüssiger. Das Gerät liegt gut in der Hand und wirkt sehr gut verarbeitet, wobei das Design eher schlicht ausfällt. Ein Repräsentationsobjekt ist dieses Handy also nicht, nicht zuletzt wegen der etwas billig wirkenden Kunststoffrückseite. Andererseits werden die meisten Nutzer vermutlich sowieso eine Schutzhülle benutzen.

Entscheidend ist die Kamera

Ob Spitzen- oder Discountmodell, das entscheidet sich heute vor allem an den Kameras. Das A52 bietet insgesamt vier Linsen: eine Hauptkamera mit 64 Megapixel, ein 12-MP-Ultraweitwinkel für Aufnahmen in einem Bildbereich bis zu 123 Grad, ein Makroobjektiv und eine vierte Kameraeinheit, die für Schärfentiefe-Effekte zuständig ist. Hinzu kommt noch eine Weitwinkel-Frontkamera mit 32 Megapixel für Selfies und Videotelefonie. Eine Tele-Linse mit optischem Zoom fehlt leider. Im Zusammenspiel liefern die vier Bestandteile jedoch genug Bildinformationen, um auch entfernte Objekte zu erfassen und Details im Nachhinein näher heranzuholen und verlustfrei zu vergrößern. Damit das klappt, muss man bei günstigem Licht in der Kamera-App mit dem 64-Megapixel-Modus manuell die höchste Auflösung auswählen. Automatisch werden sonst nämlich für eine bessere Lichtausbeute vier Pixel zu einem zusammengefasst.

Bemerkenswert für diese Preisklasse ist auch der optische Bildstabilisator. Der macht sich insbesondere bei Videos und schwacher Beleuchtung bezahlt. Im Nachtmodus werden die Informationen mehrerer Serienbilder zu einer Aufnahme zusammengefasst. Aus Filmaufnahmen lassen sich nachträglich einzelne Fotos herausschneiden. Alles in allem bietet die Foto-App des A52 und des A52 5G eine Menge Optionen, die belegen, dass der schon rein äußerlich beeindruckende Fotoblock von Samsung clever zusammengestellt wurde. So macht das mobile Fotografieren Spaß – selbst wenn man den „Fun-Modus“, der sich wohl eher an die jüngere Snapchat-Generation richtet, nicht zu schätzen weiß.

Read 413 times
Ado van de Filmchens

Freier Journalist, Fotograf u. Filmemacher

Leave a comment

Make sure you enter all the required information, indicated by an asterisk (*). HTML code is not allowed.

More Demos
 
 
JSN Expnews is designed by JoomlaShine.com | powered by JSN Sun Framework