Montag, 07 Juni 2021 14:31

In souveräner Manier zum Double

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VON WILHELM KLEENE Erftstadt/Duisburg. Es war sichtlich ein anstrengendes Endspiel. Doch Jonas Vieren von den Wassersportfreunden Liblar paddelte nach dem 4:1 (1:0)-Erfolg über den 1. Meidericher KC mit drei schnellen Schlägen an den Beckenrand, um mit einem entspannten Lächeln per Mikrofon den Zuschauern an den TV-Geräten seine Freude über den Pokalgewinn zu gestehen. „Wir wollten das Ding unbedingt gewinnen. Wir haben uns entsprechend vorbereitet und sind sehr konzentriert in das Spiel gegangen“, erklärte der Liblarer Spielertrainer und unterstrich, wie wichtig für seine Mannschaft diese Finale gewesen war. Denn damit machte der amtierende Meister im Kanupolo am zweiten Tag der Finals 2021 Rhein-Ruhr/Berlin das Double klar. Zuvor waren die Kontrahenten in diesem Jahr bereits zweimal aufeinandergetroffen. Beide Teams hatten dabei jeweils ein Spiel knapp für sich entscheiden können. Klasse verteidigt Die Siegerehrung nahm Wolfram Götz, Generalsekretär des Deutschen Kanu-Verbandes, vor. Nachdem die WSF zu einem souveränen Pokalerfolg gekommen waren, war der. Der Vizemeister aus dem Stadtteil Meiderich, dem in seiner jungen Mannschaft corona-bedingt drei englische Spieler fehlten, konnte dagegen seinen Heimvorteil in der Anlage des Amateur Schwimmclubs Duisburg nicht nutzen. Trainer Björn Zirotzki war enttäuscht über die Deutlichkeit der Niederlage: „Wir haben mehrfach die Latte getroffen. Das war ärgerlich.“ Mindestens dreimal landete ein Wurfversuch der Meidericher an den Rahmen des Torgestänges. Zudem warf Jan Laurenz etwa eine halbe Minute vor Schluss den Ball weit am Liblarer Tor vorbei. Aber die WSF verteidigten auch souverän. So entschied letztlich die größere Erfahrung der Mannschaft vom Liblarer See mit ihren sechs Nationalspielern nach einer ersten Hälfte auf Augenhöhe in der zweiten Halbzeit das Endspiel. Der MKC verpasste zu Beginn bei einem Konter die mögliche Führung. Der Pfosten rettete zum ersten Mal für Liblar. Der Meister zeigte danach, was seine Klasse ausmacht: Witt und Hoppstock treffen Unmittelbar vor der Pause gelang Dennis Witt die Führung. Nach dem Wechsel erhöhte Marco Hoppstock auf 2:0 (12.). Der dritte WSF-Treffer per Penalty durch Jonas Vieren (15.) war bereits eine Vorentscheidung. Tim Riecke, der als ehemaliger Kapitän der U 21-Nationalmannschaft nun in den A-Nationalkader drängt verkürzte zwar sofort für den MKC, der nach dem Penalty für zwei Minuten in Unterzahl spielte. Eine echte Wende wollte jedoch nicht gelingen. Als Vieren in den letzten Sekunden der Partie den Endstand herstellte, war längst alles entschieden. Doch vielleicht war es eine Laune des Schicksals, dass gerade er den Schlusspunkt setzte. Schließlich gilt Vieren derzeit als bester Polo-Spieler der Welt. Er konnte bereits die World Games, die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft gewinnen und ist Träger des Silbernen Lorbeerblatts. DIE TALENTE DES U 16-TEAMS NEHMEN ES IN AMSTERDAM AUCH MIT ÄLTEREN SEMESTERN AUF Bei den Amsterdam Open starteten die Bundesligaspieler der WSF in der Leistungsklasse 1 hervorragend. Siege gegen Taiwan (6:3) und die niederländischen Teams Keijstadt (6:2) und Trekkvogels (8:2) brachten den souveränen Gruppensieg. Auch in der Zwischenrunde blieb Liblar gegen Dänemark (3:3), Gastgeber Michel de Ruyter (2:1) und das holländische Team Odysseus (6:3) ungeschlagen. Im Halbfinale sollte es die Revanche für das Viertelfinalaus beim Deutschlandcup in der Woche zuvor gegen den polnischen Meister MOSW Choszczno geben, doch wieder unterlag man in der Verlängerung durch ein Golden Goal. Dies war umso ärgerlicher, weil das Team Odysseus der Finalgegner war, gegen den der WSF in der Zwischenrunde schon klar gewonnen hatte. Im Spiel um Platz drei schlugen die Liblarer dann die starke französische SG French Virgins souverän mit 4:2, ärgerte sich aber trotz des Treppchenplatzes in einem starken Teilnehmerfeld darüber, dem polnischen Vertreter zum Turniersieg gratulieren zu müssen. Beeindruckend spielte das U 16-Team, das in der Divison 3 der Herren antrat, also ausnahmslos gegen ältere und erfahrenere Gegner. Dank körperlicher Fitness, hoher Spielgeschwindigkeit und beachtlicher taktischer Reife konnte die Mannschaft sehr gut mithalten. Die Gruppen- und Zwischenrundenspiele wurden allesamt gewonnen. Auch im Halbfinale war die Mannschaft von Anfang an präsent und konnte eine frühe Führung konzentriert über die volle Spielzeit verwalten. Erst im Finale stießen die Nachwuchskräfte an ihre Grenzen. Der holländische Finalgegner war eine Nummer zu stark. Die zweite Herrenmannschaft holte in der Leistungsklasse 2 eine Platzierung im Mittelfeld. Für das neu zusammengesetzte Team war das Turnier der Saisonauftakt. Es bedarf noch einiger Verbesserungen im Zusammenspiel, um beim ersten Saisonhöhepunkt, der Westdeutschen Meisterschaft, den Titel zu verteidigen.
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Ado van de Filmchens

Freier Journalist, Fotograf u. Filmemacher

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