Mittwoch, 21 April 2021 09:36

Hoffen auf die Kunsttage

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Rhein-Erft-Kreis. Sie sollen nicht noch einmal ausfallen, die Kunsttage Rhein-Erft. Das hoffen Veranstalter Engelbert Schmitz, Leiter des Kulturreferats beim Rhein-Erft-Kreis, und die Juroren, die jetzt aus den Einsendungen die Exponate für die 33. Ausstellung in der Brauweiler Abtei auswählten.

Im vergangenen Jahr musste die bei Künstlern und Besuchern beliebte jährliche Veranstaltung von der Pandemie ausgebremst ins Internet verlegt werden, wo die bildenden Künstlerinnen und Künstler mit ihren vorgesehenen Ausstellungsstücken häppchenweise vorgestellt wurden. Das und die unsichere aktuelle Situation haben der Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber für dieses Jahr nicht eben Auftrieb gegeben. Dennoch ist die Qualität der Exponate gewohnt hoch.

Aus rund 150 (üblicherweise sind es mehr als 200) Einsendungen musste die Jury im Sitzungssaal des Kreistags gut drei Dutzend auswählen, die von Freitag, 17., bis Sonntag, 19. September, in den Höfen und Räumen der ehemaligen Benediktinerabtei in Brauweiler zu sehen sein werden. Im Prälatur- und im Marienhof werden zehn größere Skulpturen und Installationen auf den Wiesen aufgebaut. Im Kreuzgang und in den angrenzenden Sälen werden acht weitere Skulpturen, dazu die Arbeiten eines Fotografen und von etwa 15 Malerinnen und Maler zu sehen sein.

Engelbert Schmitz stellte der Jury, bestehend aus den kulturpolitischen Sprechern der Kreistagsfraktionen und Journalisten aus den Kulturressorts der lokalen Presse, die Einsendungen vor. 25 sind aus dem Rhein-Erft-Kreis eingegangen, 17 aus Köln, 35 aus dem übrigen Rheinland und neun aus Nachbarländern. 77 wurden von Frauen-, 66 von Männerhand geschaffen. 56 der Künstlerinnen und Künstlern hatten sich noch nie in den vergangenen 33 Jahren für die Kunsttage beworben.

Wert legte die Jury neben der Qualität auf Vielfalt und Originalität der Werke. Vertreten sein wird ein Mix aus Techniken und Stilen, durch den bei der Familienveranstaltung – der Eintritt ist wie gewohnt frei, es darf gekauft werden – für alle Generationen beachtenswerte Exponate ausgestellt werden sollen.

Für die Kinder wird das Team vom Frechener Keramion ein museumspädagogisches Angebot machen. Das Programm eines Mini-Künstler-Ateliers wird von der GVG Rhein-Erft unterstützt.

„Wir haben einen Plan B“, betonte Engelbert Schmitz. Der soll durch Einlass- und Ausgangszählung die Besucherzahl regeln, wenn dies von der dann gültigen Corona-Verordnung gefordert werde. Durch lockerere Hängung und Aufstellung von in diesem Jahr weniger Werken soll zudem für Abstand in den Gängen und Räumen gesorgt werden. „An einen Plan C wollen wir gar nicht denken“, sagt der umtriebige Kreis-Kulturmanager. Man wolle „ein positives Zeichen für die Künstler setzen, denen es zurzeit meist schlecht geht“. Die Künstler stünden unruhig „in den Startlöchern“.

Ausfallen wird auch in diesem Jahr das Abendkonzert. Ein Gitarrist soll für musikalische Unterhaltung auf dem Abteigelände sorgen. Zudem wird es keine Verzehrgeschäfte geben. Stark reduziert werden soll die Zahl der geladenen Gäste bei der Eröffnung am Freitag. Der Samstag und der Sonntag sind wie gewohnt Publikumstage mit Öffnung von 11 bis 18 Uhr.

Engelbert Schmitz,

Leiter des Kreiskulturreferats

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Ado van de Filmchens

Freier Journalist, Fotograf u. Filmemacher

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